Wehe, wehe: Toxisches Verhalten

Wieviel haben Du und ich mit Pharisäern gemeinsam? Muss das so sein?

Gottesdienst , , , Evangelisch-freikirchliche Gemeinde Leichlingen

Einleitung

Die Weihnachtszeit, Advent, beginnt jetzt und das Thema, das mir vergangene Woche, als ich in der Bibel las, so ins Auge gesprungen ist, passt vielleicht nicht so richtig in diese Zeit.

Oder aber doch.

Man trifft sich in der Weihnachtszeit ja verstärkt mit diversen Verwandten und manchmal läuft das nicht ganz spannungsfrei ab. Und vielleicht hilft eine Betrachtung des heutigen Bibeltextes dabei, dass es in einigen Situationen etwas spannungsfreier wird. Vielleicht gibt es bei Euch ja auch gar keine Probleme in dieser Hinsicht.

Der Bibeltext ist Matthäus 23, wo Jesus die Pharisäer massiv kritisiert, die sogenannten Wehe-Rufe. Eigentlich geht es in dem Text um toxisches Verhalten und darüber möchte ich gerne mit Euch nachdenken.

Ich wollte zu Anfang eine Definition von toxischem Verhalten vorlesen, aber es gibt keinen Wikipedia-Artikel dazu.

Das Wort „toxisch“ kennt ihr, denke ich. Das heißt „giftig“ oder „schädlich“ und es kommt wahrscheinlich aus dem Altgriechischen. "tò tóxon" bedeutet soviel wie "der Bogen", den die griechischen Kämpfer als Waffe benutzten. "Toxikòn phármakon" war damals das Gift, in das die Krieger die Pfeilspitzen tunkten. 

Und das kann ein ganz markantes Bild sein, denn toxisches Verhalten kann einen wie ein vergifteter Pfeil treffen.

Aber das Hauptproblem beim toxischen Verhalten ist, dass es man es meist beim anderen sieht. Ich möchte mit Euch heute diese Wehe-Rufe im Einzelnen durchgehen, denn da geht Jesus detailliert auf dieses toxische Verhalten der Pharisäer ein.

Den Begriff „Verhalten“ muss man dabei etwas weiter fassen; man könnte hier das neudeutsche Wort „Mindset“ benutzen, also die grundsätzliche Art und Weise, wie man in seinem Leben denkt und handelt. Vielleicht passt auch der Begriff „Mentalität“.

Was man tun soll

Ich beginne mit Matthäus 23, 1-4; NL

1 Dann sprach Jesus zu der Menschenmenge und zu seinen Jüngern: 2 »Die Schriftgelehrten und Pharisäer sitzen als Ausleger der Schrift auf dem Stuhl von Mose. 3 Deshalb haltet euch an das, was sie euch sagen, aber folgt nicht ihrem Beispiel. Denn sie handeln nicht nach dem, was sie euch lehren. 4 Sie knebeln euch mit unerfüllbaren religiösen Forderungen und tun nicht das Geringste, um euch die Last zu erleichtern.

Das finde ich eine ziemlich krasse Aussage: „Haltet Euch an das, was sie sagen, aber folgt nicht ihrem Beispiel.“

Vielleicht fällt einem hier auch das Sprichwort ein: „Wasser predigen, Wein trinken“.

Es kommt nicht selten vor, dass wir über andere härter urteilen, als über unser eigenes Verhalten. Eine ähnliche Aussage finden wir in Matthäus 7, 3; NL

Warum regst du dich über einen Splitter im Auge deines Nächsten auf, wenn du selbst einen Balken im Auge hast?

Das Tückische dabei ist ja, dass man ja üblicherweise denkt, dass man keinen Balken im Auge hat, weil man ihn nicht sieht.

Was hilft, dieses toxische Verhalten zu ändern, ist, sich bewusst zu machen, dass man nur wenig weiß. In 1. Korinther 13, 9 heißt es in der Lutherübersetzung so schön: User Wissen ist Stückwerk.

Wir wissen nur wenig und der Balken im Auge symbolisiert das Viele, dass wir nicht wissen.

Nun finden wir hier noch mehr toxisches Verhalten: „tun nicht das Geringste, um euch die Last zu erleichtern.“ Das scheint mir eine sehr interpretierende Übersetzung zu sein, denn in anderen Übersetzungen steht, dass sie nicht daran denken, diese Lasten auch nur mit einem Finger anzurühren.

Die toxische Verhaltensweise ist aber klar. Der andere braucht Druck, unbedingt!

Vielleicht ein Beispiel aus der Politik dazu: Ich weiß nicht, ob ihr diese Diskussion mit dem Bürgergeld verfolgt habt. Die CDU hat ja unheimlich Wert darauf gelegt, dass es Sanktionsmöglichkeiten von Anfang an gibt. Die Regierung wollte eine Vertrauenszeit von sechs Monaten haben, die wurde jetzt gekippt. Ich kann die Entscheidung an sich nicht beurteilen, aber finde es bemerkenswert, dass manche Abgeordneten Sozialhilfeempfängern grundsätzlich misstrauen, aber für sich selber ganz schöne Aufwandspauschalen, zusätzlich zum Gehalt, in Anspruch nehmen, für die zum Teil nichts nachgewiesen werden muss. Es gibt eine einmalige Pauschale von 12.000 Euro zur Büroeinrichtung und es gibt auch eine monatliche Aufwandspauschale in Höhe von viereinhalbtausend Euro, die auch ohne jegliche Nachweise vom Abgeordneten verbraten werden dürfen. Es gibt weitere Zulagen, für teilweise Nachweise erbracht werden müssen, aber ich finde diese Summen schon ziemlich krass und dann aber Sanktionen, Überwachung und Druck fordern.

Ich rate daher zu großer Vorsicht, wenn Leute Druck für andere fordern.

Mir ist noch eine weitere toxische Verhaltensweise in diesem Abschnitt aufgefallen. Jesus sagt: „Haltet Euch an das, was sie sagen.“

Wir neigen häufig dazu, dass man nicht auf Leute hört, die sich wie ein Arsch verhalten, obwohl sie vielleicht in manchen Punkten das richtige sagen.

Ich denke, man muss auch bei Aussagen von solchen Menschen mit der Haltung dran gehen: „Prüft alles und das Gute behaltet.“

Das ist natürlich richtig schwer, da hat man natürlich keinen Bock drauf, aber es ist schon ein Zeichen erwachsenen Denkens, wenn man Aussagen rational beurteilt.

Eine Frage des Status'

Kommen wir zum nächsten Abschnitt (V.5-12):

5 Alles, was sie tun, tun sie nur nach außen hin. Am Arm tragen sie besonders große Gebetsriemen, und sie haben extra lange Fransen an ihren Gewändern. 6 Und wie sie es lieben, bei Festessen am Kopfende des Tisches auf dem Ehrenplatz zu sitzen und in der Synagoge auf den besten Plätzen! 7 Sie genießen die Beachtung, die ihnen auf der Straße zuteil wird. Besonders gern mögen sie es, wenn man sie mit ›Rabbi‹ anredet. 8 Lasst euch niemals ›Rabbi‹ nennen. Ihr habt nur einen Meister, und ihr alle seid gleich, wie Brüder und Schwestern. 9 Und bezeichnet niemanden hier auf der Erde als ›Vater‹, denn nur Gott im Himmel ist euer geistlicher Vater. 10 Lasst euch auch nicht ›Lehrer‹ nennen, denn es gibt nur einen Lehrer, und das ist der Christus. 11 Der Größte unter euch muss den anderen dienen. 12 Diejenigen jedoch, die sich über die anderen stellen, werden gedemütigt werden, und die, die demütig sind, werden erhöht.

Applaus und Anerkennung als Triebfeder für jegliches Verhalten ist sicherlich toxisch.

Mal Anerkennung und Applaus zu bekommen ist in Ordnung, aber wenn das das zentrale Handlungsmotiv ist, dann wird es übel. Dann ordnet man ja auch wichtigere Dinge dem unter. Vielleicht fängt man an, Leuten nach dem Mund zu reden, um weiter Applaus zu bekommen. Man spinnt vielleicht Intrigen, um weiter vor anderen im Vordergrund zu stehen.

Ich glaube, das ist, rational betrachtet, jedem klar, dass so ein Verhalten ungesund ist.

Aber denken wir mal ein bisschen weitgefasster. Es fängt ja an mit:

„Alles, was sie tun, tun sie nur nach außen hin.“

Mir fiel dazu der Satz ein: „Was sollen denn die Leute denken!“ Das geht über Applaus und Anerkennung hinaus.

Wieviel Raum gibt man in seinem Leben diesem Satz: „Was sollen denn die Leute denken!“? Ab wann wird es toxisch?

Was ich öfters schon gehört habe, ist, dass es bei Freikirchlern die Angst gibt, für eine Sekte gehalten zu werden. Deshalb ist es ganz wichtig, sich an allen ökumenischen Aktivitäten zu beteiligen. „Was sollen denn die Leute denken!“

Also, man kann sich natürlich an ökumenischen Aktivitäten beteiligen, wenn man sie für sinnvoll hält.

Wie ist das z.B., wenn man sich bei manchen gesellschaftlichen Themen positioniert? Zum Beispiel bei Abtreibung? Natürlich ist es wichtig, dass es Hilfsangebote gibt, es gibt Sonderfälle, wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist, usw. aber Mensch von Anfang an. Abtreibung ist falsch. „Aber was sollen denn die Leute denken!“

Natürlich geht es nicht darum, Menschen vor den Kopf zu stoßen, der Ton macht die Musik, freundlich in der Sprache, verbindlich in der Sache, aber die Frage bleibt: „Was sollen denn die Leute denken!“ Wann wird es toxisch?

 

Kommen wir noch einmal zu der Anerkennung zurück. Nennt niemanden euren Meister, euren Vater, euren Lehrer. Das ist natürlich ein etwas seltsam wirkender Text. Ich würde natürlich, wäre ich Lehrling, meinen Meister als Meister bezeichnen und nenne meinen Vater auch Vater und hatte in der Schulzeit auch mit Leuten zu tun, die auch noch heute als Lehrer bezeichnen würde.

Ich weiß nicht, wer diesen Text bis ins letzte wortwörtlich umsetzt. Ich kannte einmal einen Zeugen Jehovas, der wurde von seinem kleinen Sohn mit Vornamen angesprochen. Ich habe ihn allerdings nie gefragt, ob das mit dieser Bibelstelle zusammenhängt, das habe ich nur vermutet.

Meine Kinder nennen mich auch Papa, was ich jetzt nicht schlimm finde.

Ich denke, es geht um den Gebrauch dieser Begriffe im Zusammenhang mit Herrschaft und Überordnung, so wie es die Pharisäer verstanden und gelebt haben. In V.11 steht ja, dass der Größte unter ihnen den anderen dienen muss.

Jesus führt hier den Blickwinkel ein: Was nützt dem anderen? Letztendlich heißt ja zu dienen, das zu tun, was dem anderen nützt.

Und ohne diesen Blickwinkel auf das, was dem anderen nützt, wird Herrschaft und Überordnung toxisch. In manchen Fällen ist es schwer, sich zu einigen, was dem anderen nützt, und das macht es natürlich auch schwierig.

Die andere Meinung

Kommen wir zu den nächsten Versen (V. 13-15):

13-14 Euch Schriftgelehrten und Pharisäern wird es schlimm ergehen. Ihr Heuchler! Denn wenn ihr andere nicht ins Himmelreich hineinlasst, werdet auch ihr nicht hineingelassen. 15 Ja, euch Schriftgelehrten und Pharisäern wird es schlimm ergehen. Ihr reist über Land und Meer, um einen Menschen zu bekehren, und dann macht ihr aus ihm einen Sohn der Hölle, der doppelt so schlimm ist wie ihr selbst.

Wie man hier deutlich sieht, konnte Jesus Christus auch wütend sein. Er stand den Leuten gegenüber und hat live miterlebt, was ihr Verhalten bewirkt hat.

Ich möchte ein bisschen emotionsloser draufgucken, denn ich habe jetzt niemanden direkt vor Augen.

Das Evangelium war schon zu Anfang ein Ärgernis. Man muss nicht alles richtig machen, man kann seine Schuld zu Gott bringen, und man kann vor sich selbst akzeptieren, dass man schuldig ist und durch Jesus Christus frei werden.

Das ist natürlich für Menschen, die genau bestimmen wollen, was man alles tun und lassen soll, ein Ärgernis.

Das gilt auch allgemeiner: Wenn Menschen, die sich an viele Regeln halten, über die ärgern, die nur mit wenig Regeln freier leben, dann ist das toxisches Verhalten.

Versteht mich nicht falsch, ich finde Regeln grundsätzlich gut. Aber man muss sich an die Regeln halten, die man selber für sinnvoll und hilfreich findet.

Wenn man sich nur daran hält, weil andere sich daran halten, dann kommt man ganz schnell auf diese Schiene: Wenn ich mich daran halte, dann muss der andere sich auch daran halten! Dann entsteht so ein gewisser Regelneid und das ist definitiv toxisch.

Weiterhin geht es hier im Text auch darum, wer bestimmt, was die Wahrheit ist. Und es geht auch darum, dass andere unbedingt diese Wahrheit auch vorbehaltlos annehmen sollen.

Wir als Christen, davon bin ich überzeugt, haben eine Wahrheit, das Evangelium, was im apostolischen Glaubensbekenntnis einigermaßen gut zusammengefasst ist. Mir persönlich fehlt darin noch die Wahrheit der Bibel, aber ansonsten ist das, denke ich, die Wahrheit, auf die sich alle Christen einigen können und sollten.

Alles darüber hinaus: Wie setzen wir es um, welche Regeln finden wir für unseren Alltag gut, wie leben wir unseren Glauben ganz prakisch? Darum müssen wir ringen, mit unserer begrenzten Erkenntnis und begrenztem Wissen. Wir sind mit unserer Unvollkommenheit unterwegs, irren uns oft, verstehen die Bibel auch einmal falsch, vertrauen aber auf Jesus Christus.

Wenn wir hochmütig werden und glauben, in allen möglichen Dingen immer genau Bescheid zu wissen, wird es auch toxisch.

Eine falsche Haltung führt zur falschen Lehre

Kommen wir zum nächsten Abschnitt (V.16-22):

16 Ihr blinden Anführer! Schlimm wird es euch ergehen! Ihr behauptet, es habe keine Bedeutung, ›beim Tempel Gottes‹ zu schwören – einen solchen Eid könne man ruhig brechen. Und im selben Atemzug behauptet ihr, wenn man aber ›beim Gold im Tempel‹ schwört, müsse man sich daran halten. 17 Ihr verbohrten Dummköpfe! Was ist wichtiger, das Gold oder der Tempel, durch den das Gold erst heilig wird? 18 Ihr sagt, ein Schwur ›beim Altar‹ dürfte ruhig gebrochen werden, ein Eid ›bei den Opfergaben auf dem Altar‹ aber sei bindend! 19 Ihr seid blind! Was ist wichtiger, die Opfergabe auf dem Altar oder der Altar, durch den die Opfergabe erst heilig wird? 20 Wenn ihr ›beim Altar‹ schwört, dann schwört ihr bei dem Altar und allem, was darauf ist. 21 Und wenn ihr ›beim Tempel‹ schwört, schwört ihr beim Tempel und bei Gott, der im Tempel wohnt. 22 Und wenn ihr ›beim Himmel‹ schwört, schwört ihr bei dem Thron Gottes und bei Gott selbst, der auf diesem Thron sitzt.

Hier möchte nicht ins Detail gehen, aber eine Grundregel wird hier deutlich:

Wenn man glaubt, die Wahrheit gepachtet zu haben, dann wird man irgendwann dummes Zeug erzählen.

Das soll für diesen Abschnitt jetzt reichen.

Was ist wesentlich?

V. 23.24

23 Euch Schriftgelehrten und Pharisäern wird es schlimm ergehen. Ihr Heuchler! Sorgfältig achtet ihr darauf, auch noch vom geringsten Teil eures Einkommens den zehnten Teil abzugeben, doch um die wahrhaft wichtigen Dinge des Gesetzes wie Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Glauben kümmert ihr euch nicht. Ihr sollt den Zehnten geben, gewiss, aber ihr dürft die viel wichtigeren Dinge darüber nicht vernachlässigen. 24 Ihr blinden Anführer! Ihr siebt euer Wasser durch, damit ihr nicht aus Versehen eine Mücke verschluckt, und dann verschluckt ihr ein Kamel!

Das ist schon eine spannende Frage: Was ist wesentlich und was nicht?

Die Pharisäer haben ja z.B. wenn sie sich ein Gewürz wie Petersilie für das Essen geholt haben, den zehnten Teil davon in den Tempel gebracht. Das hat Riesenaufwand erzeugt und wem hat das genutzt, dass man da ein paar Krümelchen Petersilie in den Tempel gebracht hat.

Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Glauben, darauf kommt es an. Wenn man das weg lässt, dann wird eigentlich jedes Verhalten toxisch. Den Zehnten zu geben ist natürlich in Ordnung, aber dieses Kleinkarierte ohne die richtige Einstellung, das ist in jedem Fall toxisch.

Innen und Außen

V. 25-28

25 Euch Schriftgelehrten und Pharisäern wird es schlimm ergehen. Ihr Heuchler! Sorgfältig achtet ihr darauf, dass eure Tassen und Teller nach außen sauber sind, doch innerlich seid ihr durch und durch verdorben – voller Missgunst und Maßlosigkeit! 26 Ihr blinden Pharisäer! Wascht erst einmal die Tasse von innen aus; das Äußere wird dann von selbst sauber. 27 Euch Schriftgelehrten und Pharisäern wird es schlimm ergehen. Ihr Heuchler! Ihr seid wie weiß getünchte Gräber – mit einer sauberen, ordentlichen Außenseite, doch innen voller Gebeine und Schmutz. 28 Ihr gebt euch den Anschein rechtschaffener Leute, doch euer Herz ist voller Heuchelei und Gesetzesverachtung.

Hier ist ganz klar die fehlende Selbstreflektion das Problem. Ich bin gut und damit gibt es kein Problem, so dachten sie doch von sich. Doch Jesus blickt tiefer und deckt hier die Wirklichkeit auf.

Man muss immer mal wieder bereit sein, über die eigene Einstellung und das eigene Verhalten nachzudenken, seine Fehler zu Gott bringen und bereit sein für Veränderung, sonst hat man hier eine weitere Quelle für toxisches Verhalten in seinem Leben.

Also ich hätte ja nie...

Kommen wir zum letzten heute betrachteten Abschnitt (V. 29-31):

29 Euch Schriftgelehrten und Pharisäern wird es schlimm ergehen. Ihr Heuchler! Ihr baut Grabmäler für die Propheten, die von euren Vorfahren ermordet wurden, und schmückt die Gräber der gottesfürchtigen und gerechten Menschen, die von euren Vorfahren umgebracht wurden. 30 Und dann behauptet ihr dreist: ›Wir hätten niemals mitgemacht, als sie die Propheten ermordeten.‹ 31 Damit bestätigt ihr selbst, dass ihr die Nachkommen der Prophetenmörder seid.

„Also, ich hätte ja nie...“, dass ist ein toxisches Denken. Ähnlich ist es, wenn man über das Verhalten von Menschen in Diktaturen hart urteilt. Aus der Ferne halten sich alle für Widerstandskämpfer.

Seien wir uns unserer Schwäche, unserer Anfälligkeit und unserer Verführbarkeit bewusst. Wir brauchen Jesus Christus, mit dem wir unseren Alltag bewältigen, mit dem wir schwierige Situationen durchstehen und zu dem wir immer kommen können.

Zusammenfassung

Ich komme zum Schluss und führe die einzelnen Punkte noch einmal kurz auf: