Psalm 1

Gottesdienst , , , Evangelisch-freikirchliche Gemeinde Leichlingen

Einleitung

Ich möchte heute mit Euch ein bißchen über das Glücklichsein nachdenken. Wie wird man glücklich?

Das interessiert doch eigentlich jeden, oder?

Dazu möchte ich mit Euch einen Psalm betrachten, den Psalm 1 (NEÜ):

1 Wie beneidenswert glücklich ist der, der nicht auf den Rat von Gottlosen hört, der sich an Sündern kein Beispiel nimmt und nicht mit Spöttern zusammensitzt, 2 sondern Lust hat an der Weisung Jahwes und über sein Wort Tag und Nacht sinnt! 3 Er ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt, der seine Frucht zu seiner Zeit bringt und dessen Laub niemals verwelkt. Ja, was er auch tut, es gelingt! 4 Doch so sind die Gottlosen nicht. Sie werden vom Wind verweht wie die Spreu. 5 Gottlose bestehen nicht in Gottes Gericht und Sünder nicht in der Gemeinschaft von Gottes Volk. 6 Um den Weg der Gerechten sorgt sich Jahwe, doch von den Gottlosen bleibt zuletzt keine Spur.

„beneidenswert glücklich“, das wollen wir doch alle sein, oder?

Ich fand diese Formulierung der neuen evangelistischen Übersetzung so schön, deswegen habe ich sie hier am Anfang genommen. Aber gerade bei diesem Psalm ist der Vergleich verschiedener Übersetzungen hoch interessant, weil man sich dadurch dem ursprünglichen hebräischen Text, also der ursprünglichen Bedeutung, ein bißchen besser nähern kann, als wenn man nur eine Übersetzung verwendet.

Aber steigen wir einmal ein.

Glücklich ist, der nicht...

Das scheint so ein bißchen dieses Denken zu unterstützen, dass der Weg zum christlichen Glück über Verbote führt.

Also, auf den Rat von Gottlosen zu hören ist verboten, sich an Sündern ein Beispiel zu nehmen und mit Spöttern zusammenzusitzen ist verboten. Könnte man meinen. Aber hier geht es gar nicht um Verbote und ich glaube auch, dass diese Verbotssicht hier eher stört als hilft.

Einen Aspekt, den wir für diese Verse berücksichtigen müssen, steht in 1. Korinther 5, 9-13; NGÜ, wo Paulus an die Gemeinde in Korinth schreibt:

9 In meinem früheren Brief habe ich euch vor dem Umgang mit Menschen gewarnt, die ein unmoralisches Leben führen. 10 Dabei dachte ich natürlich nicht an Menschen, mit denen ihr zwar in dieser Welt zu tun habt, die aber Gott nicht kennen. Wenn ihr den Kontakt mit allen vermeiden wolltet, die ein unmoralisches Leben führen, geldgierig sind, andere berauben oder Götzen anbeten, bliebe euch nichts anderes übrig, als die Welt zu verlassen. 11 Darum schreibe ich euch jetzt ´noch einmal unmissverständlich`: Habt mit niemand etwas zu tun, der sich zur Gemeinde zählt und trotzdem ein unmoralisches Leben führt oder geldgierig ist, Götzen anbetet, Verleumdungen verbreitet, ein Trinker ist oder andere beraubt. Lasst einen solchen Menschen also auch nicht mehr an euren gemeinsamen Mahlzeiten teilnehmen. 12 Ist es etwa unsere Aufgabe, über die zu Gericht zu sitzen, die außerhalb der Gemeinde stehen? Seid ihr nicht vielmehr verpflichtet, eure eigenen Leute zur Verantwortung zu ziehen? 13 Über die draußen wird Gott selbst das Urteil sprechen. »Schließt also den, der Böses tut, aus eurer Gemeinschaft aus!«

Mir ist bewusst, dass diese Stelle eine ganze Menge Fragen aufwirft, aber es wird deutlich, dass hier zwischen Menschen, die sich zur Gemeinde zählen, und den anderen deutlich unterschieden wird.

Es geht hier nicht um Sündlosigkeit, sondern darum dass ein falscher Lebensstil so zerstörerisch ist, dass er die Gemeinde gefährdet. Z.B. wenn einer dauernd Verleumdungen verbreitet, zerstört das die Gemeinschaft, ebenso wenn Geldgier den Lebensstil eines Menschen dominiert. Mit „Trinker“ tue ich mich ein bißchen schwer, aber es geht hier wohl nicht um Leute, die mit ihrer Sucht kämpfen, sondern eher um Leute, die Stolz auf ihren Alkoholismus sind und überhaupt kein Problembewusstsein haben. Auch ein unmoralisches Leben kann durch die Beziehungszerstörungen eine Gemeinde erschüttern.

Ansonsten möchte ich mich auf den Punkt beschränken, dass man den Kontakt mit solchen Menschen, die in irgendeiner Form ein schlechtes Leben führen und nicht zur Gemeinde gehören, nicht vermeiden kann und auch nicht vermeiden sollte. Das hat Jesus auch nicht gemacht.

Schauen wir uns dazu als erste Personengruppe aus dem Psalm 1 die

Gottlosen

an.

Ist das Wort „Gottlose“ schon eine Wertung? Oder sind damit einfach „Atheisten“ gemeint?

Früher gab es die „gottlosen“ Kommunisten und im Vorfeld des dritten Reichs habe nicht wenige Christen, oder die sich so nannten, mit den Nazis sympathisiert oder sie sogar unterstützt, weil sie sich davon die Bekämpfung der „gottlosen“ Kommunisten erhofften. Aber das war sicherlich nicht gottgewollt.

Ich denke, man sollte hier bei der ursprünglichen Bedeutung des Wortes „Gottlos“ bleiben, obwohl zumindest eine Übersetzung, die Einheitsübersetzung, statt „Gottloser“ „Frevler“ übersetzt.

Aber letztendlich geht es hier um Menschen, für die Gott nicht existiert und die daher auch nicht mit ihm rechnen.

Das heißt, wenn Dir ein Gottloser, ein Atheist, einen Rat gibt, dann berücksichtigt er dabei nicht Gottes Realität.

Wenn es um einzelne Ratschläge geht, z.B. welches Auto man kaufen soll, dann kann der Rat eines Menschen, der Gott nicht kennt oder kennen will, nützlich sein, wenn es aber um tiefere Lebensfragen geht, dann wird man mit solchen Ratschlägen nicht glücklich. Vieles kann ein Gottloser gar nicht verstehen. Wie auch? Wie kann man Gott erleben, wenn man glaubt, dass er nicht existiert.

Und verschiedene biblische Prinzipien sind auch den meisten Gottlosen fremd.

Z.B. das Thema „Vergebung“: Laut meiner Erfahrung ist ein häufiger Unterschied zwischen einem Menschen, der Jesus kennt, und einem, der ihn nicht kennt, der Umgang mit Vergebung. Gottlose sehen oft gar keine Notwendigkeit zur Vergebung, insbesondere, wenn es um schwierige Menschen geht. Menschen, die mit Gott leben, können auch nicht immer so leicht und locker vergeben, aber es ist dieses Bewusstsein da, dass Vergebung notwendig ist und das Vergebung auch Freiheit bedeutet.

Oder was ist mit Gottes Willen für mein Leben? Gott hat ein Interesse an mir, einen Plan, den man mit ihm zusammen entdecken kann. Und das hat natürlich Einfluss auf Entscheidungen. Inwieweit kann ein Gottloser das nachvollziehen und in seine Ratschläge einfließen lassen? Gar nicht.

 

Als nächstes kommen die

Sünder

Eine weitere Glückskomponente liegt darin, sich an diesen Sündern kein Beispiel zu nehmen.

Die meisten anderen Übersetzungen schreiben alternativ, den Weg der Sünder nicht zu gehen. Das ist natürlich nur ein bildhafter Ausdruck dafür, sich ein Beispiel zu nehmen, den Sündern nachzuahmen.

Die neue Genfer Übersetzung schreibt statt „Sünder“ „jene, die Gott ablehnen“ und das trifft es ziemlich gut.

Denn es geht hier nicht um Verkehrssünder, Umweltsünder oder Gewichtssünder, sondern um Menschen, die Gott ablehnen, wobei ein Umweltsünder schon zu dieser Gruppe der Menschen gehören könnte, die Gott ablehnen. Dieses Ablehnen ist noch eine Steigerung der Gottlosigkeit.

Aber genaus wie bei den Gottlosen gilt: Menschen, die Gott ablehnen, berücksichtigten bei ihrem Lebensweg natürlich nicht Gottes Willen und auch nicht die Prinzipien der Bibel.

Wohin führt so ein Weg? Offensichtlich führt er von Gott weg. Vordergründig kann man mit sündigen Verhalten Erfolg haben. Z.B. kann man durch Betrug reich werden. Aber man kann dadurch nicht in die Nähe Gottes kommen, denn Sünde trennt von Gott.

Das wird in den späteren Versen des Psalms noch weiter ausgeführt.

 

Ja und dann kommen die

Spötter

Ich hatte das ja vor zwei Wochen schon einmal erwähnt, dass früher der Besuch von Kneipen und Kinos in christlichen Kreisen nicht gern gesehen wurde oder sogar verboten war. Es war auch vor über 100 Jahren nicht selten, dass bei Erweckungen, also wenn in einer Gegend viele Menschen zu Jesus gefunden haben, Kneipen zumachen mussten, weil die Kundschaft ausblieb.

Es war halt leider oft so, dass die Arbeiter ihren Lohn wöchentlich oder sogar täglich ausgezahlt bekamen und in der Kneipe versoffen. Aus Erzählungen weiß ich, dass mein Uropa mütter-mütterlicherseits, der als Flößer auf der Weser gearbeitet hat, das auch gemacht hat und die Familie manchmal sogar hungern musste. Flößer war ein echter Knochenjob, und er glaubte wohl wie so viele Arbeiter, er hätte sich diesen Kneipenbesuch verdient, nach der harten Arbeit.

Unzählige Familien blieben so in Armut und Hunger und die Kneipe hatte damals den Charakter des Verführers. Von daher ist es gut nachvollziehbar, dass bei einer Neuausrichtung des Lebens, und das beinhaltet ja die Entscheidung für Jesus, der Kneipenbesuch gestrichen wurde.

Heutzutage hat man viel mehr Möglichkeiten, sein Geld auszugeben und auch zu verschwenden. Man kann sich im Teleshopping-Kanal, in Online-Kaufhäusern und ähnlichem durch übermäßige Bestellungen finanziell in Schwierigkeiten bringen und um sich zu betrinken, braucht man keine Kneipe mehr, das geht auch bei der Tanke. Es ist heutzutage nicht mehr so leicht, sein Leben durch das Meiden von bestimmten Orten und Plätzen zu ändern. Letztendlich ist die Sünde und auch die Verführung überall und nur mit Jesus Christus kann man dem widerstehen.

Ich finde es persönlich nicht schlimm, in die Kneipe zu gehen. Schlimm ist es, wenn man sich betrinkt oder wenn man vor seinem Ehepartner flieht, dann kann die Kneipe eine Verführung sein. Aber die Probleme werden nicht durch das Meiden der Kneipe gelöst, sondern dadurch, dass man die Ursachen dieser Flucht angeht, durch Gespräch und auch durch Eingeständnis von Fehler und durch Vergebung.

Aber kommen wir zu den Spöttern. Bei Luther heißt es so: „Wohl dem, ... noch sitzt, wo die Spötter sitzen.“

In der Kneipe sind mir übrigens nur wenige Spötter begegnet, wobei ich allerdings selbst nur äußerst selten in einer Kneipe bin (zuletzt Anfang des Jahres). Ich glaube auch nicht, dass es hier um einen Ort geht, sondern dass es eine Art Metapher ist. Der Weg der Sünder ist ja auch kein richtiger Weg. Also wenn mein Nachbar ein Sünder im Sinne von Psalm 1 wäre und sein Arbeitsplatz neben meinem wäre, denn wäre es trotzdem kein Problem, wenn ich genau den selben Weg zur Arbeit gehen würde, wie mein Nachbar.

Aber was ist eigentlich ein „Spötter“?

Die Hoffnung für alle, die ja doch recht interpretierend übersetzt, benutzt statt des Wortes „Spötter“ die Beschreibung „die über alles Heilige herziehen“. Das hört sich fast wie Jugendsprache aus den 80ern an. Ähnliches schreibt die gute Nachricht: Leute, denen nichts heilig ist.

In Wikipedia wird „Spott“ folgendermaßen definiert (Auszug):

Spott ist das bewusste Lächerlichmachen („Verspotten“) eines Menschen, einer bestimmten Gruppe oder deren echter oder vermeintlicher Werte.
...
Gegenteil des Spottes als Waffe ist etwa das Lob.

Wahrscheinlich ist hier in Psalm 1 als Ziel der Spötter schon das Heilige gemeint, so wie es auch in der Guten Nachricht und in der Hoffnung für alle steht. Und im Kreis solcher Spötter zu sitzen, oder wie es in anderen Übersetzungen heißt, Umgang mit ihnen zu haben, kann sehr schwierig sein. Kann man dem dann widerstehen und widersprechen oder wird man verführt und macht mit? Bekommt man dann eine spottende Gesinnung? Und wie kann man dann das Heilige noch wertschätzen?

Bei dem Rat der Gottlosen und dem Weg der Sünder scheint es mir einfacher zu sein, sich abzugrenzen. Obwohl, ich hatte vor langer Zeit einmal einen oberen Chef, einen Geschäftsführer, der hatte anscheinend zu viel freie Zeit. Der lief häufig durch die Büros und teilte uns seine Lebensweisheiten mit. Da konnte man leider nicht so einfach sagen: „Können Sie 'mal bitte weitergehen, Chef? Ich möchte arbeiten.“ Zuhören musste ich, aber gehört habe ich nicht auf ihn, weil das oft genug auch dummes Zeugs war.

Im Kreis von Spöttern zu sitzen kann einem natürlich noch öfter passieren. Ich gehe z.B. häufig mit Kollegen mittags in die Kantine und wir nehmen uns immer gerne gegenseitig auf die Schippe.

Dadurch kommt es manchmal vor, selten, aber es passiert, dass auch das Heilige verspottet wird, was mir wichtig ist. Und es ist für mich in solchen Situationen nicht leicht, richtig darauf zu reagieren. Ich will ja auch irgendwie Zeugnis sein.

Irgendwie mögen wir uns als Kollegen und ich bin, was das gegenseitige Hochnehmen angeht, auch kein Waisenknabe. Wenn aber zu jedem Mittag der, an den ich glaube, verspottet werden würde, dann würde ich in der Runde unglücklich werden und auch nicht mehr mitgehen.

Ich glaube, dass es in vielen Situationen nicht so einfach ist, den Kreis der Spötter aus Psalm 1, der einem das Glück raubt, zu identifizieren. Aber, wem Weisheit mangelt, der bitte darum.

„Spott“ ist aber auch generell ein Thema, über das ich oft nachdenke. Ich gucke gern Kabarett und mache manchmal auch selber ein bißchen Kabarett und gerade im Kaberett ist Spott oft ein Mittel, ob Sachverhalte deutlich zu machen und um Menschen ins Nachdenken zu bringen. Und ich muss für mich immer wieder neu die Grenzen zwischen diesem Spiegel vorhalten und die Person als solche herunterzumachen beurteilen.

Die Alternative

Was ist nun die Alternative zum ersten Vers, zu „nicht“?

Ich lese den zweiten Vers einmal in der NGÜ:

´Glücklich zu preisen ist`, wer Verlangen hat nach dem Gesetz des Herrn und darüber nachdenkt Tag und Nacht.

Auch hier scheint wieder ein Vorurteil bedient zu werden. Manche aus der Jugend haben mir erzählt, dass deren Klassenkameraden sich Christsein so vorstellen, dass man immer und nur in der Bibel liest, Tag und Nacht. Die wollen dann auch nicht in die Jugend kommen. Allerdings lösen sie diese Vorurteile auf, wenn sie denn einmal doch kommen.

Aber wie ist dieser Vers gemeint? Hier geht es auch wieder um Lebensfragen, die uns beschäftigen. Glücklich ist der, der die Sehnsucht hat, die Antworten auf seine Fragen in der Bibel zu finden. Wie lerne ich Gott besser kennen, wie lebe ich mit Gott, wie erlebe ich Gott? Was ist richtig, was ist falsch? Was will Gott von mir und wie treffe ich die richtigen Entscheidungen?

Glücklich ist man, wenn man diese Fragen hat und die Sehnsucht nach der Bibel hat, um dort Antworten zu finden.

Und wenn man diese Sehnsucht hat, dann denkt man auch oft darüber nach. „Tag und Nacht“ ist ja ein Metapher dafür, dass es einen zu allen Zeiten beschäftigt.

Vielleicht steht „Tag und Nacht“ auch für helle und für dunkle Zeiten. Wenn es Dir gut geht, dann danke Gott dafür und wenn es Dir schlecht geht, dann suche die Hilfe bei ihm.

Aber am wichtigsten ist: Bittet um diese Sehnsucht nach der Bibel, denn darin liegt das wahre Glück.

Irgendwelche Bibelfetzen aus Predigten reichen nicht aus. Sie können gute Gedankenanstöße sein und ich hoffe, diese Predigt ist es auch. Aber man muss selber in die Bibel hinein gucken, lesen und nachdenken, im alten wie im neuen Testament. Nur so kann man Gott besser kennenlernen und das ist der Weg zum Glücklichsein.

Und gemeinsam, z.B. in Hauskreisen, in die Bibel zu schauen, hilft natürlich auch.

Vergleich der Wege

Jetzt kommen wir zum Rest des Psalms.

In V.3 bis 6 werden diese beiden Wege miteinander verglichen. Der glückliche Mensch, der auf dem richtigen Weg ist, gleicht einem Baum, der am Wasser gepflanzt wurde und daher immer Blätter trägt und zur Erntezeit immer Früchte hat. Der muss also nicht dauernd Frucht bringen, aber die Ernten gelingen. Was ein solcher Mensch unternimmt, das gelingt.

Gott kennt diesen Weg, bzw laut NGÜ wacht er über diesen Weg, über den Weg der Leute, die seinen Willen tun.

Ich habe mit so einer Aussage wie „Was ein solcher Mensch unternimmt, das gelingt.“ ein bisschen meine Schwierigkeiten. Ich glaube schon, dass das grundsätzlich stimmt, allerdings bekomme ich das nicht immer mit der Wirklichkeit überein, die ich so wahrnehme.

Die Welt ist halt nicht perfekt und wir sind nicht perfekt. Und wenn bei Menschen, die mit Jesus gehen, Dinge schiefgehen, dann gehört das wohl zu dieser gefallenen Welt. Es bleiben viele Fragen offen, die erst nach unserem Tod beantwortet werden.

Dieser Baum am Wasser bringt auch nicht dauernd Frucht, er hat auch Zeiten des Wachstums und auch Schlechtwetterphasen können ihm sicherlich zusetzen, aber er ist halt immer mit dem Lebenssaft verbunden und deshalb ist seine Existenz auf Dauer angelegt und er wird immer wieder Frucht bringen.

 

Der andere Weg hat diese dauerhafte Perspektive nicht.

Ganz anders ist es bei den Gottlosen: Sie gleichen der Spreu, die der Wind wegweht. Darum können sie auch nicht bestehen, wenn Gott Gericht hält. Wer Gott ablehnt, hat keinen Platz in der Gemeinde derer, die nach seinem Willen leben!

Keine Frucht und keine Dauerhaftigkeit. Es bleibt nichts. Interessant ist der letzte Halbvers dieses Psalm in den unterschiedlichen Übersetzungen.

In der Elberfelder steht z.B. „aber der Gottlosen Weg vergeht.“ während z.B. in der NGÜ steht: „Der Weg aber, den die Gottlosen gehen, führt ins Verderben.“

Das hört sich schon unterschiedlich an, aber letztendlich ist alles, was nicht bei Gott endet, nutzlos und Verderben.

Hier wird gar nicht im Einzelnen darüber gesprochen, welche Taten gottlos sind und welche nicht, sondern es geht darum, dass man die richtigen Quellen wählt. Das Glück liegt im Gesetz des Herrn, was letztendlich ein Bild für die Bibel ist, obwohl die Bibel viel mehr als ein Gesetzbuch ist.

Was für Gott wichtig ist, sollte auch für uns wichtig sein, nur so werden wir glücklich.

Zusammenfassung

Ich komme zum Schluss: