Kraft zum Erreichen des Ziels

Gottesdienst (Kampagnengottesdienst), Peter Schütt, 2014-04-13, Evangelisch-freikirchliche Gemeinde Leichlingen

Einleitung

Dies ist nun die letzte Predigt unserer Kampagne. Manch einer denkt sich vielleicht „Wo soll das nur alles hinführen?“, und darauf kann man eigentlich nur entgegnen: „Zum Ziel!“ Also denken wir heute darüber nach: „Entdecken Sie die Kraft, die Sie ans Ziel kommen läßt!“

Und da sind wir direkt schon bei einer ganz zentralen Frage: Was für ein Ziel denn?

Der Schulabschluß, die Berufsausbildung/das Studium, der Arbeitsplatz, die eigene Wohnung, die Heirat, die Kinder aus dem Haus haben, die Beförderung, das Erbe, die Rente, der Tod?

Das Ziel

Der Apostel Paulus äußert sich in 2. Timotheus 4, 6-8; NGÜ

6 Denn für mich ist die Zeit gekommen, Abschied zu nehmen; mein Leben ist ein Trankopfer geworden, das für Gott ausgegossen wird. 7 Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe das Ziel des Laufes erreicht, ich habe am Glauben festgehalten. 8 Nun liegt der Siegeskranz für mich bereit, die Gerechtigkeit, die der Herr, der gerechte Richter, mir an jenem großen Tag geben wird – und nicht nur mir, sondern auch allen anderen, die ihn lieben und auf sein Kommen warten.

Er rechnet hier mit seinem baldigen Tod und vergleicht sein Leben mit einem Wettlauf. Er rechnet auch fest mit einer Belohnung, einem Siegeskranz. Das Wort Siegeskranz finden wir an verschiedenen Stellen in der Bibel.

Hier steht es für die Gerechtigkeit, die Jesus ihm geben wird. Das heißt: Nie wieder sündigen, nie wieder Unfreiheit, sondern der ewige Freispruch.

In Jakobus 1, 12; NGÜ symbolisiert der Siegeskranz etwas ähnliches:

12 Glücklich zu preisen ist der, der standhaft bleibt, wenn sein Glaube auf die Probe gestellt wird. Denn nachdem er sich bewährt hat, wird er als Siegeskranz das ewige Leben erhalten, wie der Herr es denen zugesagt hat, die ihn lieben.

Hier ist der Siegeskranz das ewige Leben. Das steht auch in dem Sendschreiben an Smyrna in Offenbarung 2, 10, auch im Zusammenhang mit harten Prüfungen.

Dann gibt es noch einen speziellen Siegeskranz für Gemeindeälteste in 1. Petrus 5, 4; NGÜ :

3 Spielt euch nicht als Herren der 'Gemeinden' auf, die Gott euch zugewiesen hat, sondern seid ein Vorbild für die Herde. 4 Dann werdet ihr, wenn der oberste Hirte erscheint, mit dem Siegeskranz unvergänglicher Herrlichkeit gekrönt werden.

Ewiges Leben in ewiger Gerechtigkeit, was die Abwesenheit von Sünde bedeutet, was wiederum Freiheit und Gemeinschaft mit Gott bedeutet: Ist das ein lohnendes Ziel?

Für mich ist das eigentlich die allererste Frage. Man kann viel darüber nachdenken, wie man ein Ziel erreicht. Aber zu allererst muß man sich darüber klar werden, ob sich das Ziel überhaupt lohnt? Wollen wir ein ewiges Leben mit Gott verbringen? Wollen wir in die Wohnung einziehen, die Jesus für uns vorbereitet hat (Johannes 14, 2)?

Es sicherlich manchmal schwer, die Begriffe wie Ewigkeit, Herrlichkeit, ewige Gerechtigkeit und auch ewige Gemeinschaft mit Gott aus unserer irdischen Perspektive richtig zu verstehen, aber ich denke, es kommt 'rüber, daß sich dieses Ziel lohnt.

Es ist keine Pflicht, dieses Ziel zu erreichen, sondern es ist ein lohnender Siegeskranz, ein toller Preis, der so gut ist, daß man ihm alles unterordnen möchte. Die ewige Gemeinschaft mit Jesus Christus, das buchstäbliche Paradies, ist unser Ziel. Man muß sich vergegenwärtigen, daß im Paradies neben der Gemeinschaft mit Gott auch die Gemeinschaft der Menschen untereinander in Ordnung war. Es war dort wahrer Frieden, wahre Freundschaft und echte Gemeinschaft und dazu noch eine tolle Umgebung.

Willst Du dahin? Vertraust Du auf Jesus Christus, daß es dort wirklich gut sein wird?

 

OK, wenn wir uns darin nun einig sind, dann schauen wir 'mal, wie wir dort ankommen.

Dazu möchte zuerst einmal mit etwas Negativem beginnen, mit denen, die auf dem Weg zum Ziel irgendwie ins Stocken kommen oder gar zurückbleiben.

Der Lauf stockt

Beginnen wir mit einem ziemlich bekannten Gleichnis aus Matthäus 13, 4-9;NGÜ

3 Er sprach über vieles zu ihnen, und er gebrauchte dazu Gleichnisse. »Hört zu!«, begann er. »Ein Bauer ging aufs Feld, um zu säen. 4 Beim Ausstreuen der Saat fiel einiges auf den Weg. Da kamen die Vögel und pickten es auf. 5 Einiges fiel auf felsigen Boden, der nur von einer dünnen Erdschicht bedeckt war. Weil die Saat dort so wenig Erde hatte, ging sie rasch auf. 6 Als dann aber die Sonne höher stieg, wurden die jungen Pflanzen versengt, und weil sie keine kräftigen Wurzeln hatten, verdorrten sie. 7 Einiges fiel ins Dornengestrüpp, und die Dornbüsche überwucherten und erstickten die Saat. 8 Einiges jedoch fiel auf guten Boden und brachte Frucht – zum Teil hundertfach, zum Teil sechzigfach, zum Teil dreißigfach. 9 Wer Ohren hat, der höre!«

Jesus bietet an paar Verse später sogar die Erklärung dazu (V. 18-23;NGÜ)

18 »Ich will euch nun das Gleichnis vom Bauern erklären, der die Saat ausstreut. 19 Wenn jemand die Botschaft vom Himmelreich hört und nicht versteht, ist es wie mit der Saat, die auf den Weg fällt. Der Böse kommt und raubt, was ins Herz dieses Menschen gesät worden ist. 20 Ein anderer Teil der Saat fällt auf felsigen Boden. Das bedeutet: Jemand hört das Wort und nimmt es sofort mit Freuden auf, 21 aber er ist ein unbeständiger Mensch, eine Pflanze ohne Wurzeln. Sobald er wegen des Wortes in Bedrängnis gerät oder sogar verfolgt wird, wendet er sich wieder davon ab. 22 Wieder ein anderer Teil der Saat fällt ins Dornengestrüpp. Das bedeutet: Jemand hört das Wort, doch die Sorgen dieser Welt und die Verlockungen des Reichtums ersticken es, und es bleibt ohne Frucht. 23 Ein Teil der Saat jedoch fällt auf guten Boden. Das bedeutet: Jemand hört das Wort und versteht es und bringt dann auch Frucht – einer hundertfach, ein anderer sechzigfach und wieder ein anderer dreißigfach.«

Wir haben hier vier Gruppen, die mit dem Evangelium konfrontiert werden. Die erste Gruppe hört es und sagt direkt: Ne, das ist nichts für mich. Und diese Ablehnung kann sich über ein ganzes Spektrum von Gleichgültigkeit bis Feindseligkeit erstrecken. Die kommen offensichtlich deswegen nicht am Ziel an, weil sie gar nicht erst losgehen.

Die zweite Gruppe ist schon interessanter: „Felsiger Boden“. Ich bin jetzt nicht so der Gärtner, aber ich kann mir vorstellen, was damit gemeint ist. Ich habe einmal eine Regenrinne gereinigt und habe dort einen kleinen Ilex keimen sehen. Die Regenrinne ist unter einem Baum und daher oft ziemlich dreckig. Da war eine richtige kleine Pflanze entstanden, die ihre Wurzeln in diesen Dreck an der Regenrinne geschlagen hat. Aber sie hatte offensichtlich keine Zukunft, da eine längere Zeit in heißer Sonne dieses Pflänzchen killt. Oder ein starker Regen würde sie einfach wegspülen.

Aber wann ist ein Mensch so eine Pflanze? Was mir spontan dazu einfiel, waren diese schnell begeisterungsfähigen Menschen, die sich aber auch schnell wieder dem nächsten tollen Ding zuwenden. Wie vermeidet man, so ein Mensch zu werden? Wie bekommt diese Wurzeln, um halt Beständigkeit zu bekommen?

Ich möchte euch dazu einen herausfordernden Text aus Lukas 14, 25-33; NGÜ vorlesen:

25 Scharen von Menschen begleiteten Jesus, als er weiterzog. Da wandte er sich zu ihnen um und sagte: 26 »Wenn jemand zu mir kommen will, muss er alles andere zurückstellen – Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, ja sogar sein eigenes Leben; sonst kann er nicht mein Jünger sein. 27 Wer nicht sein Kreuz trägt und mir auf meinem Weg folgt, der kann nicht mein Jünger sein. 28 Angenommen, jemand von euch möchte ein Haus (oder Turm) bauen. Setzt er sich da nicht zuerst hin und überschlägt die Kosten? Er muss doch wissen, ob seine Mittel reichen, um das Vorhaben auszuführen. 29 Sonst kann er, nachdem er das Fundament gelegt hat, den Bau vielleicht nicht vollenden, und alle, die das sehen, werden ihn verspotten 30 und sagen: ›'Seht euch das an!' Dieser Mensch hat angefangen zu bauen und war nicht imstande, es zu Ende zu führen.‹ 31 Oder nehmen wir an, ein König macht sich auf, um gegen einen anderen König in den Krieg zu ziehen. Wird er sich da nicht zuerst hinsetzen und überlegen, ob er in der Lage ist, sich mit seinem Heer von zehntausend Mann einem Feind entgegenzustellen, der mit zwanzigtausend gegen ihn anrückt? 32 Wenn er sich nicht für stark genug hält, wird er, solange der andere noch weit weg ist, eine Abordnung zu ihm schicken, um Friedensbedingungen auszuhandeln. 33 Darum kann auch keiner von euch mein Jünger sein, wenn er sich nicht von allem trennt, was er hat.

Jesus zuerst? Ich weiß nicht, ob ich das schaffe. Von allem trennen? Ich denke nicht, daß das immer wörtlich gemeint ist, sondern daß damit dieses „Jesus zuerst“ gemeint ist. Für die zwölf Jünger allerdings war eine Zeitlang auch wirklich eine richtige Trennung damit gemeint, solange sie mit Jesus umhergezogen sind. Grundsätzlich will Jesus aber, daß man sich um seine Familie kümmert, ganz klar.

Wie soll man denn nun überschlagen, wieviel das Leben mit Jesus kostet? Kann man das berechnen? Als ich persönlich mit Jesus begonnen hatte, hatte ich eigentlich überhaupt keine Vorstellung, wie sich mein Leben entwickeln würde. Aber ich wußte, ich wollte mein Leben auf Jesus Christus setzen.

Ich glaube, es geht gar nicht darum, genau zu kalkulieren, wie das Leben mit Jesus sein wird, sondern einfach darüber nachzudenken, und selbst wenn man dann zu dem Schluß kommt, daß man nicht weiß, was einen erwartet und es trotzdem probieren will, dann hat man schon die ersten Wurzeln geschlagen und das neue Glaubensleben verdorrt nicht so einfach.

 

Kommen wir zum Gleichnis vom Acker zurück: Die nächste Gruppe von Menschen, deren Lauf zum Ziel stockt, sind die, bei denen unter die Dornen gesät wurde. Die Sorgen dieser Welt und die Verlockungen des Reichtums ersticken das Wort Gottes. Was kann das denn heißen? Darf man sich nicht mehr um seine Kinder sorgen? Darf man nicht mehr wegen eine Lohnerhöhung verhandeln?

Wir haben am Freitag in der Jugend uns mit dem Bibeltext aus 4. Mose 13 + 14 beschäftigt, wo es um die Kundschafter geht, die von Mose in das gelobte Land Kanaan geschickt wurden. Gott hatte Israel ja dieses Land versprochen und nun stand das Volk an der Grenze und hörte auf den Bericht der Kundschafter. In einer Hinsicht waren sich alle Kundschafter einig: Super-Land, dort fließt quasi Milch und Honig. Nun wohnten dort aber schon Leute, über die Gott zwar schon ein Urteil gesprochen hatte, aber die trotzdem besiegt werden mußten und recht stark aussahen. Zwei der zehn Kundschafter sagten: Mit Gottes Hilfe werden wir dieses Land erobern. Die anderen zehn aber sagten: Keine Chance. Warum hat uns Gott nur hierin geführt? Wir werden alle sterben.

Zwei rechneten mit Gottes Eingreifen, die anderen zehn sahen nur auf ihre eigene Stärke, oder besser gesagt, auf ihre eigene Schwäche. Diese Schwierigkeiten, dieser Ärger am Arbeitsplatz, in der Schule, der Streß mit den Kindern, mit der Schule der Kinder, mit den Eltern, da kann Gott mir nicht bei helfen. Und so mutiert man zu einem Christen, der vielleicht noch aus Gewohnheit zum Gottesdienst geht, vielleicht noch zu einem Hauskreis, oder der vielleicht noch irgendeinen Dienst in der Gemeinde wahrnimmt, aber gar nicht mehr mit Gottes Eingreifen rechnet. Man hat hier noch ein paar soziale Kontakte, noch einen Stammplatz im Gottesdienstraum, aber das war es dann auch mit dem Christsein.

Ich glaube - und das ist der Unterschied zu den Ohne-Wurzeln-Menschen -, daß solche Unter-Dornen-Christen dabei bleiben können, aber eben keine Frucht mehr bringen, weil sie nicht mehr mit Jesus rechnen. Vielleicht kommen sie sogar im Ziel an, aber der Weg macht keinen Spaß, wenn ich das 'mal so salopp sagen darf, und ist auch nicht einladend.

 

Und die Verlockungen des Reichtums? Reich zu sein verbindet man ja mit dem Gedanken, endlich 'mal keine Sorgen mehr haben zu müssen. Geld macht nicht glücklich, aber es beruhigt, ist ja so ein Spruch. Wenn man nun die Chance sieht, zu Geld zu kommen und dem alles unterordnet, um die Sorgen loszuwerden, um den Kampf des Daseins endlich zu gewinnen, dann kann man sich dadurch schon von Gott entfernen. Vielleicht nutzt man ja auch einige illegale Abkürzungen und schon findet man sich selbst unglaubwürdig und mutiert zu dem vorhin skizzierten Stammplatz-Christen. Sünde trennt halt von Gott und von Gottes Kraft.

Ich muß zugeben, so jemanden kenne ich persönlich gar nicht, das habe ich mir nur überlegt. Aber vielleicht trifft es ja auf jemanden zu, der so ins Nachdenken kommt.

Wie das Ziel erreichen?

Wir haben jetzt Beispiele dafür gehört, wie das Ziel nicht erreicht wird.

Aber wie schaffen wir es?

Als Predigttext ist in den Musterpredigten für diese Tag der Kampagne 5. Mose 30, 11-14; NL angegeben:

11 Dieses Gesetz, das ich euch heute gebe, ist nicht zu schwer für euch, als dass ihr es nicht verstehen und befolgen könntet. 12 Es ist nicht hoch oben im Himmel, so unerreichbar, dass ihr fragen müsstet: 'Wer soll für uns in den Himmel hinaufsteigen und es herabholen, damit wir es hören und befolgen können?' 13 Es ist nicht auf der anderen Seite des Meeres, so weit entfernt, dass ihr fragen müsstet: 'Wer soll übers Meer fahren, um es zu holen, damit wir es hören und befolgen können?' 14 Nein, seine Botschaft ist euch ganz nah; sie liegt auf euren Lippen und in eurem Herzen, so dass ihr sie befolgen könnt.

Es hängt schon an Gottes Botschaft, wie wir das Ziel erreichen. Die Bibel ist nicht weit weg und, neben einigen schwierigen Stellen, ist sie für uns auch zu verstehen. Wir müssen uns nicht anstrengen, nicht weit reisen, um Gottes Wort zu hören oder zu lesen.

Es ist eher eine Frage der persönlichen Entscheidung, ob wir auf Gott hören wollen. Möchten wir, daß Gott uns korrigiert, daß er in unser Leben eingreift, daß er uns hilft?

Dieser Bibeltext geht noch weiter (V.15-18a; NL):

15 Hört mir zu! Heute stelle ich euch vor die Wahl zwischen Gut und Böse, zwischen Leben und Tod. 16 Ich fordere euch heute auf, den Herrn, euren Gott, zu lieben und seine Gebote, Gesetze und Vorschriften zu halten, indem ihr nach seinem Willen lebt. Dann werdet ihr am Leben bleiben und zu einem großen Volk werden. Der Herr, euer Gott, wird euch in dem Land segnen, in das ihr nun zieht, um es zu erobern. 17 Wenn ihr jedoch nichts mehr von ihm wissen wollt, wenn ihr ihm nicht gehorcht und euch dazu verleiten lasst, anderen Göttern zu dienen und sie anzubeten, 18 dann werdet ihr mit Sicherheit zugrunde gehen; das kündige ich euch schon heute an.

Das hört sich wie eine Drohung an, aber es ist mehr als Hinweis gemeint, daß das Leben scheitert, wenn man sich selber von der Lebensquelle „Gott“ abwendet.

Puh, ich will auf Jesus hören, mit ihm leben, aber ich weiß nicht, ob ich das durchhalte.

Es gibt ja diesen Spruch: Beten alleine reicht nicht, man muß auch etwas tun. Mit diesem Spruch habe ich große Schwierigkeiten.

Sicherlich: Wenn bei einem Christen, der betet und Bibel liest, keine Taten entstehen, der sollte sich schon einmal hinterfragen, wie ernst er das alles wirklich nimmt. Glaube, der keine Werke hervorbringt, wird im Jakobusbrief 2, 20 als nutzlos, ja sogar als tot bezeichnet.

Aber dieses „muß“ hört sich so nach eigener Anstrengungen an und den richtige Weg beschreibt Paulus in Philipper 2, 12.13; NGÜ:

12 Was folgt daraus, liebe Freunde? So, wie ihr Gott bisher immer gehorsam gewesen seid, sollt ihr euch ihm auch weiterhin mit Respekt und tiefer Ehrfurcht unterstellen und alles daransetzen, dass eure Rettung sich in eurem Leben voll und ganz auswirkt – nicht nur, wenn ich bei euch bin, sondern erst recht jetzt, während meiner Abwesenheit. 13 Gott selbst ist ja in euch am Werk und macht euch nicht nur bereit, sondern auch fähig, das zu tun, was ihm gefällt.

Also: Von Gott alles erwarten und uns ihm unterstellen und er schenkt uns Bereitschaft und Fähigkeit (Wollen und Vollbringen, wie es in anderen Übersetzungen heißt). Aus Gebet und dem Leben mit Gott entstehen dann schon Taten, aber durch Gottes Wirken. Gott läßt uns nicht allein auf unserem Weg, er gibt uns seine Kraft, er gibt uns Bereitschaft und Fähigkeit.

 
Ich möchte einen weiteren Abschnitt, einen meiner Lieblingstexte aus der Bibel, dazu lesen: Hebräer 6, 18-20a; NGÜ

18 Nun ist es zwar sowieso unmöglich, dass Gott lügt, doch hier hat er sich gleich in doppelter Weise festgelegt – durch die Zusage und durch den Eid, die beide unumstößlich sind. Das ist für uns eine starke Ermutigung, alles daranzusetzen, um das vor uns liegende Ziel unserer Hoffnung zu erreichen. Diese Hoffnung ist unsere Zuflucht; 19 sie ist für unser Leben ein sicherer und fester Anker, der uns mit dem Innersten des himmlischen Heiligtums verbindet, dem Raum hinter dem Vorhang. 20 Dorthin ist Jesus uns als Wegbereiter vorausgegangen – er, der für alle Zeiten Hoherpriester wurde

Gottes Zusagen sind zuverlässig. Unsere Hoffnung ist unser Anker und Jesus Christus ist schon als Wegbereiter angekommen. Dieses Bild stammt meines Wissens nach aus der Schiffahrt. Wenn ein großes Schiff in einen Hafen einfahren will und diese Einfahrt nicht einfach ist, dann wird der Anker dieses großen Schiffes in einem kleinen Boot schon einmal ans Ziel im Hafen gebracht und dort befestigt. Auf diese Weise ist das Schiff schon mit dem Ziel verbunden und Strömungen und Winde können es nicht mehr vom Hafen wegtreiben. Jesus ist unser Wegbereiter, unser Vorläufer, der uns mit dem Ziel verbunden hat.

Wenn man auf Jesus setzt, dann ist man mit dem Ziel verbunden und wird es erreichen.

Zusammenfassung

noch einmal auflisten. Ich komme nun zum Schluß und möchte ein paar Kernaussagen zu „Entdecken Sie die Kraft, die Sie ans Ziel kommen läßt!“